
Es liegen Anrufe vor Ihnen und Sie werden in eine Warteschlange gestellt. DANKE, für's Warten!
- judithkirsten
- 31. Okt. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Seit 20 Minuten höre ich diesen Satz im Takt von 10 Sekunden.
Wie reagierst du auf solche Situationen?
"DANKE, für's Warten" - ein Satz der provozieren kann oder du nimmst ihn in dich auf und sagst ihn dir einmal selbst.
DANKE, für's Warten!
Warten ist für viele Menschen etwas Herausforderndes. Wartenkönnen ist ein Anzeichen von Erwachsensein. Wir verlangen Kids ganz schön viel und selbstverständlich Impulskontrolle ab. Wenn wir selbst warten sollen und unsere Lebens- oder Arbeitszeit durch die Sanduhr rieseln sehen, macht es manche von uns manchmal schier wahnsinnig.
Was macht man in der Zeit, in der es nichts zu tun gibt, in der man nichts anderes erledigen kann oder in Lebensphasen, in denen das Alte zwar vorbei aber das Neue noch nicht da ist?!
Die ungünstigste Variante ist es definitiv, sich innerlich in Gereiztheit und Ärger zu begeben. Denn erstens kannst du jederzeit entscheiden mit dem Warten aufzuhören - liegt bei dir. Ja, liegt bei dir!
Wenn du jetzt denkst: "Nein, das geht nicht ich will ja bspw. zum Arzttermin oder den Zug nehmen.", dann willst du ja doch warten. Du findest es nur doof und weißt nicht, wie du die Zeit nutzen sollst, um sie mit einem angenehmen Gefühl zu verbringen oder ihr einen Sinn zu geben.
Wartezeiten sind vom Leben nicht dazu gedacht Lebenszeit zu verschwenden. Sie schenken, dir Möglichkeiten Selbsterfahrungen zu machen. Krass oder?!
Vielleicht hast du das bisher noch nicht gewusst oder hast eine latente Angst oder Unlust davor dir selbst zu begegnen. Geht vielen so!
Check in der nächsten Wartezeit - sei es Lebensphase oder Wartezimmer-Moment - doch mal bei dir selbst ein. In deine Gefühlswelt, nicht mit dem Verstand.
Wie fühlt sich dein Körper gerade an?! Wie sind deine Gedanken? Langsam, schnell, gut oder ungut? Welches Gefühl wohnt jetzt gerade in dir und was verrät es dir über dich? Welches Gefühl wohnt grundsätzlich gerade meistens in dir und was will dir dieses Gefühl über dich erzählen? Was bringt dir deine Lebensphase gerade bei? Welche Bedürfnisse hast du? Was sind deine Grundwerte? Welche Ängste sind gerade da?
Und vielleicht merkst du gerade, wie relativ Zeit ist. Wenn du ernsthaft eincheckst bei dir und hast "nur" einen Wartezimmer-Moment, wird die Zeit vermutlich schon knapp, um mit deiner Selbstbegegnung fertig zu werden, bevor du aufgerufen wirst.
Nutze also jeden kleinen Moment, in dem es zu warten gilt und begegne dir selbst. Es lohnt sich. Es macht dein Leben tiefer.
Und wenn du dich nicht mehr warten willst, dann hör einfach auf damit. Lege auf, steh auf und gehe, ändere den Plan - manchmal Fahrplan, manchmal Lebensplan. Ja, nimm die Herausforderung an, die damit eventuell verbunden ist und du wirst dich sofort lebendig fühlen und der Sinn in allem wird sich dir zeigen.
Give it a chance!


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